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Safety-Workshop der DIVERS´ HEAVEN FLEET, März 2009

Die DIVERS` HEAVEN FLEET (DHF) hatte geladen, zum Seminar & "workshop" zum Thema "Sicherheit auf See, auf Safari-Schiffen und beim eigenverantwortlichen Tauchen an exponierten Riffen".
Und die angeschriebenen Fachleute, "subject matter experts" (SME´s), Journalisten, Stammgäste mit viel Taucherfahrung und Vertreter von Reiseveranstaltern kamen!
Vom 26. März bis 02. April 2009 fuhren zwei Schiffe der DHF eine "Süd-Tour" der besonderen Art. Flotten-Inhaber und "ceo" der DHF, Rudi Lendl, begleitete 16 Seminaristen an Bord der M.Y. HEAVEN HARMONY und sein Technischer Direktor und "senior tourguide" Karli Zander diejenigen auf der M.Y. HEAVEN FREEDOM.
Zwischen den Tauchgängen wurde von den Teilnehmern nicht etwa entspannt und locker über Gott, die Welt und natürlich Tauchen schwadroniert, sondern ernsthaft diskutiert und unterschiedlichstes Safety-Equipment ausprobiert.

Vom satellitengestützten, weltweit einsetzbaren Ortungsgerät für "abgetriebene" Taucher über verschiedene Signalmittel, pyrotechnische Raketen ebenso wie simple Signalspiegel, Peilsender und -empfänger, Fliegersichtzeichen, Schiffsicherungsübungen und Feuerbekämpfungsmethoden bis hin zu Möglichkeiten des Aufenterns aufs Schiff bei Seegang und extremer Strömung.
Taktik und Methodik des sicheren und hilfreichen Einsatzes von Schlauchbooten zur Verbringung und Rückholung von Tauchern stand auf dem Programm. Ausserdem das Erarbeiten von verbindlichen Standarts in puncto Sicherheitsvorkehrungen der Schiffsbetreiber. Demgegenüber aber auch Ausbildungs-/Fähigkeits-/Ausrüstungs- und Gesundheitsvoraussetzungen bei den "eigenverantwortlichen Tauchern".
Für "uw-safari" war Mike mit von der Partie an Bord der "FREEDOM". Er konnte einen bescheiden Beitrag zu den genannten Themen leisten und eine "Ortungsübung" bei Nacht organisieren. Dabei wurden zwei Taucher nach einem Nachttauchgang mit verschiedenen Ortungsmitteln (bei fast völliger Dunkelheit in ca. 400 Metern Entfernung vom Schiff) erfolgreich aufgespürt und mit einem per Funk geleiteten Schlauchboot eingeholt.

Auch ungewöhnliches Gerät wurde vorgestellt, was Sporttaucher eher selten sehen, aber "Tekkis" inzwischen ebenso selbstverständlich anwenden wie Profi-Taucher.

Klarmachen zum Tauchen.................................................und mit Salto vorwärts hinein und sicher wieder heraus.
Zum Beispiel ein spezieller Doppler-Sonograph, mit dem durch Ultraschall akkustisch Microblasen in Venen und Arterien des Tauchers aufgespürt werden können. Oder unterschiedlich gefärbte/geformte Deko-Bojen, um dem Oberflächen-Personal bestimmte Bedürfnisse des Tauchers darunter zu signalisieren. Und schließlich moderne Geräte zur Analyse der Atemgasqualität. Alles in lockerer, aber trotzdem eindringlicher Form.
Und zum Anfassen, Ausprobieren und Üben war´s natürlich auch! Boje gekonnt setzen, ein- und aussteigen ins Schlauchboot vom Schiff, Zerteilen von Tauwerk mit modernen Tauchermessern und Einsatz & Betrieb von Ortungsgeräten standen auf dem Programm. Nebenbei konnten auch noch maximal 17 Tauchgänge an 6 Tagen auf See gemacht werden


Impressionen einer Safari mit ernsthaften Versuchen und Diskussionen
Nach einer ereignisreichen Woche auf See waren sich alle einig:
Die vorsorglich an Bord von Safari-Schiffen vorzuhaltenden Sicherheitseinrichtungen (zum größten Teil inzwischen zwingend von den ägyptischen Behörden vorgeschrieben!) können nur einen Teil des Problemfelds "Sicherheit" abdecken.
Das größte Risiko für den Safari-Taucher ist er (oder sie) selber! Hinreichende Ausbildung für den jeweiligen Trip, ausreichende Fitness und besonnener Einsatz des "gesunden Menschenverstands" bei Planung & Durchführung von Tauchgängen sind die Grundlagen zur Vermeidung von Unfällen und "High-Risk-Situationen".
Dann kann im Zusammenspiel mit einer guten, verantwortungsbewussten Schiffsbesatzung, einem ebensolchen Tourguide und funktionsfähiger, sicherheitshalber redundanten Technik kaum etwas passieren.
Auch wenn das am Ende nichts Neues ist, die Woche hat sich gelohnt! Denn manchmal ist es schon nötig, bereits Bekanntes neu und grundlegend zu erarbeiten & zu erfahren. Dann wird es auch mal wieder deutlich und damit klar kommunizierbar.
Der HEAVEN FLEET gebührt dafür Dank und Anerkennung, zumal das Erarbeitete und Erfahrene dieser Woche nicht nur allgemein für sämtliche Safari-Fahrer und -Flotten gilt. Die Resultate werden zudem von Rudi Lendl auch der ganzen interessierten Gemeinde in HRG zugänglich gemacht. Bereits an Bord reiften Gedanken bzgl. Initiativen zur weiteren Pflege der Standards. Rudi beabsichtigt, zur Qualitätskontrolle und -sicherung auch bei den anderen Safari-Anbietern aktiv zu werden und möglicherweise alsbald so etwas wie ein "Gütesiegel RED SEA Safari" ins Leben zu rufen.
"Heia Safari!"
