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Es gibt viele strittige Themen unter Tauchern. Von den Vorzügen unterschiedlicher Ausbildungsorganisationen oder der Dachverbände, über Tiefenbegrenzungen für Tauchgänge, die „richtige“ Konfiguration der Ausrüstung, ökologische Streitfragen zum Für und Wider von Tauchen allgemein, Altersbegrenzungen, „easy-diving“ kontra „tec-diving“ bis hin zu Fragen des „richtigen“ und korrekten Verhaltens im & am Wasser. Der Sinn oder Unsinn der meisten dieser Disputationen sei dahingestellt…*floet*

Tauchen mit – oder vielleicht besser: in der Gegenwart von – Haien ist unter diesen submarinen Reizthemen ein ganz besonderes! Es liegt evtl. an der von diesen Fischen (wie von großen Raubtieren ja generell) ausgehenden Faszination und der darauf basierenden Option, sich an / mit ihnen zu messen, sie als Medium für die Selbstdarstellung zu gebrauchen oder schlicht nur marketing-mäßig auszuschlachten. „Wir“ von uw-safari haben da schon fast alles gesehen, gehört, erlebt, sind in jeglicher Form gelobt und ebenso angefeindet worden. Kurz gesagt: Uns ist fast keine Facette des weltweiten „Hai-Zirkus“ fremd!*nein*

Wir erheben keineswegs den Anspruch, zu diesem Thema die allein maßgebliche Meinung zu vertreten oder die größte Autorität auf dem Gebiet zu sein. Es gibt international zahlreiche
Kapazitäten, die sich gleich viel oder mehr mit Haien beschäftigt haben, als wir. Einige haben einen wissenschaftlichen Ansatz, andere einen mehr kommerziellen und wieder andere haben aus Erfahrung gelernt und irgendwann begonnen, ihr Wissen für bestimmte Zwecke nutzbar zu machen. Wir gehören da mit praktischen, eigenen Erfahrungen seit 1977 zu der letztgenannten Kategorie von „Experten“. Mit einigen der „anderen“ sind wir einer Meinung, mit anderen mehr oder weniger das genaue Gegenteil *ggg*

uw-safari ist Haien über die Jahre im Atlantik, im Roten Meer, im Indik, im Pazifik, im Mittelmeer und auch gelegentlich in afrikanischen Flüssen und im Ganges-Delta begegnet. Zu unseren Freunden und „Lehrern“ zählen wir sehr unterschiedliche Charaktere – Herwarth Voigtmann und Dieter Disch, Prof. Fricke und Will Hux, Roland Mauz und Sken Pero, Wilfred Chivell und nicht zuletzt Andy Cobb – dem wir für seinen taucherischen Ruhestand seit Ende 2007 und sein weiteres Engagement in Südafrika alles erdenklich Gute von dieser Stelle aus wünschen! Zahlreiche Taucher verschiedener Armeen und Marinen, Field-Officer des Natal Sharks Board, Trainer des „Marine Mammal Program“ der US Navy, Off-Shore-Taucher von EXXON und Basenleiter und Dive-Guides aus unterschiedlichen Revieren gehören zu unseren „Buddies“ und „Erfahrungsteilern“. Aber selbst in diesem „circle of friends“ gibt es bereits unterschiedliche Auffassungen… allerdings noch weitgehend in dieselbe Richtung gehend!

Wie auch immer – uw-safari organisiert, leitet und führt durch Expeditionen in Tauchreviere, in denen Haie die Hauptattraktion darstellen. Unsere Devise dabei ist in erster Linie Sicherheit, gefolgt von bestmöglicher Unterstützung der Film- und Fotoprojekte unserer Auftraggeber & Mitreisenden. Und schließlich nicht zu vergessen der Spaß an der Sache und dem intensiven Naturerlebnis und natürlich immer wieder: Abenteuer!

Um das zu gewährleisten, folgen wir diesen Leitsätzen:

 

 

Von den über 250 bekannten Haiarten sind weniger als ein Dutzend erwiesener Maßen potentiell gefährlich für den Menschen und noch weniger tatsächlich gefährlich.

 

Zu der letzteren Kategorie zählen wir den Großen Weissen Hai, den Tigerhai, den „Bullen“- Stierkopf- Zambezi-Hai, den Weißspitzen-Hochseehai, den Walfängerhai, den Hochsee-Schwarzspitzenhai, den Großen Hammerhai und den Sandtigerhai (allerdings nur in kälteren Gewässerzonen). Daneben genießen bei uns auch große Exemplare des Grauen Riffhais und des Seidenhais zumindest eine gewisse Aufmerksamkeit der Tauchführer. Begegnungen mit Mako- und Blauhai sind so selten und nur bei „vorsätzlicher“ Planung an ganz exponierten Stellen wahrscheinlich, dass wir sie einfach mal „sachlich ignorieren“ *smile*

 

Tauchreviere und die darin vorgefundenen Haie sind nur bedingt miteinander zu vergleichen. Arten, die hier unauffällig und träge agieren, können dort höchst aktiv oder auch aggressiv sein!

 

Morgen- und Abenddämmerung sind „problematische“ Tageszeiten! Vor allem in Küstennähe oder an Riffen. Einige der großen Haie sind typischer Weise dann auf Beutesuche. Die Nacht ist die problematischste Zeit auf hoher See oder im offenen Freiwasser in einiger Entfernung zum Ufer.

 

Trübes Wasser erhöht das Risiko einer „unfreundlichen“ Haibegegnung beträchtlich! Mangelnde Sicht macht Haien offenbar Lust auf „Erkundung“ mit anderen Sinnen, z.B. dem Tastsinn mit dem Maul, Gebiss und Gaumen…

 

Je größer der Hai, desto unberechenbarer kann sein Verhalten sein! Die großen Spezies scheinen mehr unterschiedliche „Gemüter“ ausprägen zu können: Faule und aktive, träge und vorsichtige, aber auch aggressive und dominante sowie neugierige oder „verschlagene“ Typen…

 

Ab einer gewissen Größe der Haie muß vernünftiger Weise mit Schutzvorrichtungen getaucht werden. Bei weiteren Risikofaktoren wie schlechter Sicht, Strömung u. a. kann ggf. nur noch ein „Käfig“ verantwortungsvolles tauchen garantieren.

 

Begegnungen mit Haien bei „normalen“ Tauchgängen sind meistens viel kürzer und viel weniger problematisch als solche, bei denen Haie zu Film- oder Forschungszwecken aktiv angelockt werden.

 

Anlocken, Ködern oder Anfüttern von Haien bedeutet immer eine Sondersituation im Wasser und bedarf größter Sorgfalt, Umsicht und bestmöglicher Absicherung. Die Anwesenheit von Tauchern im Wasser gleichzeitig mit Futter oder zumindest der Witterung von Futter für Haie ist unzweifelhaft eine Grenzsituation. Das zu negieren, zu leugnen oder einfach nur zur Selbstbeweihräucherung unsachlich zu diskutieren wäre unprofessionell !

 

Weisheiten von Hobbytauchern, die gelegentliche Haibegegnungen im Urlaub zur allgemeingültigen Erkenntnisquelle für andere erklären, sind regelmäßig verzichtbares „Gefasel“.

 

Die breiteste Erfahrung unseres „Teams“ weltweit wird von uns immer und überall (wo möglich!) durch Beteiligung örtlicher Fachleute ergänzt und abgerundet.

 

Letztendlich gilt beim Umgang mit Risiken aller Art: „Never underestimate a situation nor any opponent!“ Nachlässigkeit, unpassende „Coolness“ und „mainstream-Verhalten“ haben bei außergewöhnlichen Tauchgängen keinen Platz!

     

        

 

 




So konnten wir bisher jeglichen Unfall, größere „Pannen“ und fotographischen Misserfolg vermeiden.

Und so soll es bleiben!

„Heia Safari!“